Das Iglo-Erbsentagebuch: Die schnellste Erbse Europas

Erster Eintrag: Das Einsähen.

„Heute wurden wir in die gemütliche, warme Erde geworfen und unsere Aufgabe ist einfach. Wir machen´s uns bequem, genießen die Nährstoffe und Vitamine der Erde und warten ab. Fantastisch. Hier sind eine ganze Menge von uns zusammen, aber nicht aus jedem Samen wird die gleiche Erbse. Es gibt die kleinen Erbsen in der Kategorie AA und A, wer es in die Kategorie AA schafft gehört sozusagen zur Creme de la Creme und kommt mit anderen AA-Erbsen in eine Verpackung. Auch die kleinen A-Erbsen kommen mit Ihresgleichen in eine Verpackung. Es gibt aber auch Samen, aus denen eine medium Erbse wird. Entweder A oder B. A kommt in eine größere Packung und B wird gemischt, mit anderen Gemüsesorten.“

Erbsenschoten im Marchfeld

Zweiter Eintrag: Gute Verpflegung und Versorgung

„Während wir langsam aber stetig wachsen und stärker werden, hört man eine Menge Sachen über das Feld und die Bauern. Seit über 50 Jahren werden hier Erbsen von den gleichen erlesenen Marchfeldbauern gepflegt und gehegt und am Ende geerntet. Damit will Iglo die nachhaltige Bewirtschaftung der Felder sichern. Und nach so vielen Jahren wissen die Familienbetriebe genau, worauf es ankommt, sie müssen sich darum kümmern, dass die sogenannten ÖPUL-Regeln eingehalten werden. Ausgeschrieben bedeutet es: Österreichisches Programm für eine nachhaltige Landwirtschaft. Diese Regeln sind sogar noch mal strenger als die vorgeschriebenen gesetzlichen. Da kann man als Erbse nur froh sein, im Marchfeld zu wohnen.“

Dritter Eintrag: Es kommt nicht auf die Größe an

„Andere Erbsen um mich herum sind schon um einiges größer, das hat mich zuerst etwas verunsichert. Doch man munkelt, dass die Kleinsten die besten sind, denn wie wir alles wissen, kommt es nicht auf die Größe an. Und das ist tatsächlich keine Schönrederei, denn das Wichtigste ist doch der Geschmack. Und der ist bei uns Kleinen fantastisch, innen zart und vollmundig, außen trotzdem noch knackig. Perfekt. Das soll aber nicht heißen, dass die anderen weniger gut sind. Man will ja auch nicht lästern. Im Gegenteil, sie werden nur für andere Dinge verwendet. Zum Beispiel die medium B-Kollegen, sie werden zusammen mit anderem Gemüse wie Karotten verpackt und gekocht und müssen deshalb stabiler sein, da sie warten müssen, bis auch die Karotten weich sind.“

Letzter Eintrag: Der Abend vor der Ernte.

„Jeder von uns freut sich schon lange auf die rasante Fahrt in das Kühlhaus und den anschließenden, wohlverdienten Winterschlaf. Darauf haben wir alle hingearbeitet und morgen ist es nun endlich so weit. Ein bisschen traurig ist es trotzdem. Ich werde die Bauern vermissen und ihre Familien, die sich jeden Tag kümmern und trotz der großen Masse an uns Erbsen jede Einzelne gut behandeln. Aber die Freude überwiegt, los geht das Rennen! Schließlich sind wir die schnellsten Erbsen Europas und schaffen es von unserem Feld bis in die Verpackung in nur 90 Minuten.“

Die Ernte und Lieferung: Bald tickt die Uhr.

Heute ist es soweit! Es wird geerntet. Wir alle warten in unseren Hülsen bis uns der Erbsendrescher sanft daraus löst und uns in ihren Speicher bringt.
Hier warten wir bis alle an Bord sind und auch niemand vergessen wurde. Es geht weiter in einen großen Container, der anschließend auf einen LKW geladen wird. Ab jetzt tickt die Uhr! Die Fahrt ins nächste Werk dauert ca. 30 Minuten. Dort geht alles dann schnell: Ab in die mechanische Reinigung, dann in die Wäsche. Wenn wir sauber genug sind geht es weiter zum Blanchieren und zur optischen Selektion: nur die schönsten von uns dürfen weiter. Und dann kommt er der ersehnte Winterschlaf, wir werden gefrostet.
So geht´s dann auch später in die grüne Iglo Packung und ab in die Geschäfte.
Iglo Marchfelder Erbsen beim Waschen